Superfood von der Fensterbank

Bevor Martin im nächsten Beitrag in alter Tradition alles ausprobieren wird, was man an Algen so essen kann möchte ich einen kleinen Einblick in meinen Forschungsbereich, die Nutzung von Mikroalgen, geben. Weiter unten ist eine Anleitung für einen DIY-Photobioreaktor, indem du auf der Fensterbank selbst leckere und gesunde Spirulina-Mikroalgen anbauen kannst. Aber hier erst mal das Wichtigste im Video:

Wenn du nach einer Startkultur suchst, oder weitere Tipps zum Algen-Anbauen, bist du bei unserer neuen DIY-Plattform :subKultur genau richtig:

Die Welt der Mikroalgen

Wir stehen vor einem Dilemma: Einerseits müssen wir weniger fossile Ressourcen verbrauchen und CO2-Emissionen einsparen. Dabei könnten wir mehr pflanzenbasierte Rohstoffe echt gut gebrauchen. Andererseits können wir es uns auf Dauer ökologisch kaum leisten, unseren immer kleiner werdenden Ackerflächen immer mehr Erträge abzutrotzen.

Aber warum eigentlich Ackerflächen? Pflanzen und andere Phosynthese-betreibenden Lebewesen können ja auch im Wasser gedeihen. Die nennt man dann Algen. Und weil Algen etwas, wie ich finde ganz wunderbares sind, hier zunächst mal ein paar interessante Fakten über die oft unterschätztes Wasserbewohner:

  • https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/31/Diatoms_through_the_microscope.jpg/1024px-Diatoms_through_the_microscope.jpg
    verschiedene Arten Kieselalgen durch ein Lichtmikroskop

    Algen sind keine biologisch-systematische Verwandtschaftsgruppe, sondern bezeichnen alles, was im Wasser lebt und Photosynthese betreibt, das sind neben Pflanzen auch Cyanobakterien und andere Ein- und Mehrzeller.

  •  Algen müssen nichts essen. Sie können selbst Biomasse aufbauen, indem sie mithilfe von Licht CO2 in Biomasse verwandeln. Wenn man (wie ich) gerne auf Parties mit griechischen Fachbegriffen angibt, kann man das photoautotroph nennen.
  • Einzellige und andere mikroskopisch kleine Algen nennt man Mikroalgen und Algen, die man mit bloßen Auge sehen kann Makroalgen.
  • Einzellige Algen im Meer nennt man Phytoplankton (yeah, noch ein nerdiger Fachbegriff zum angeben).
  • Schätzungsweise wahnsinnige 45 Gigatonnen (=45000000000000 kg) Kohlenstoff aus CO2 werden jährlich in Phytoplankton gebunden. Und das schon bevor es Fridays-For-Future gab!
  • Etwa 8 Gigatonnen davon sinken zum Meeresgrund und werden ganz langsam über Jahrtausende hinweg zu Erdgas oder Erdöl (bis irgendjemand das wieder hochpumpt und in seinen oder ihren SUV füllt).
  • Falls ihr Algen bis jetzt noch nicht cool findet: Ohne Phytoplankton wäre die CO2-Konzentration so hoch, dass wir uns durch den Treibhauseffekt menschliches Leben auf der Erde abschminken könnten. Also, ein Bisschen mehr Dankbarkeit, wenn ich bitten darf 😉

Aber zurück zu unserem Problem. Ist ja ganz nett von dem ganzen Plankton, dass es menschliches Leben ermöglicht, aber es einfach aus dem Meer fischen und nützliche Dinge daraus herstellen kann man ja nun nicht. Was man hingegen tun kann, ist Algen gezielt anzubauen.

Kultivierung von Mikroalgen

Offene Becken © Pacific Northwest National Laboratory

Vor allem Mikroalgen lassen sich gut anbauen, weil sie schnell wachsen ganz pflegeleicht sind. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Offene Becken und geschlossene Behälter. Die Becken können z. B. wie flache Teiche in den Boden gebaut werden und viele Hektar groß sein. Geschlossene Behälter werden auch Photobioreaktoren (yeah! ?) genannt und können die Form von z. B. Tanks, Flaschen, Aquarien oder Rohrsystemen haben.

Okay, und was machen wir dann damit? Die vorsichtig geschätzt 72.500 Algenarten bieten ungeheures Potenzial, verschiedenste Stoffe zu produzieren, die für uns nützlich sein können. Aktuell wird unter anderem viel an Treibstoffen, Farbstoffen (u. a. Chlorophylle und Carotinoide) und gesunden Fettsäuren (“Fischöl”) auf Algenbasis geforscht. Es gibt aber auch Mikroalgen, die sich ganz unverarbeitet lecker und gesund als Nahrungsmittel eignen (Chlorella, Spirulina, ..).

Photobioreaktor in Röhrenform © Roquette Klötze GmbH & Co. KG

Während fossile Energieträger Kohlenstoff in Form von CO2 freisetzen (der ja zu großen Teilen sogar auch irgendwann einmal von Algen gebunden worden ist) und so maßgeblich zur Klimakrise beitragen, ist der Kohlenstoff von Algen-Biodiesel unmittelbar vorher aus der Luft gebunden worden. Klar fallen bei der Aufreinigung auch Emissionen an, aber das ist vergleichsweise wenig. Leider ist das aktuell noch nicht wirtschaftlich. 2014 wurde der zu der Zeit machbare Preis für Algen-Diesel auf 1,70€ geschätzt. Trotzdem haben in letzter Zeit sogar große Ölkonzerne angefangen, in die Forschung in dem Bereich viel Geld zu investieren.

Farbstoffe aus Algen finden sich tatsächlich schon viele im Supermarkt. Haribo Schlümpfe enthalten zum Beispiel blauen Farbstoff aus der Mikroalge Spirulina. Margarine wird mit Beta-Carotin gelblich gefärbt, das oft aus der Mikroalge Dunaliella salina gewonnen wird. Algen verstecken sich also sogar hinter vielen E-Nummern auf Lebensmittelpackungen.

Oft wird gesagt, man soll Fisch essen, wegen der gesunden “essenziellen” Omega-3-Fettsäuren. Essenziell bedeutet hier, dass der Mensch sie nicht selbst herstellen kann. Das gilt aber allgemein für Tiere, der Fisch kann sie also auch selbst nicht herstellen, er nimmt sie über die Nahrung auf. Die meisten Speisefische fressen andere Fische, die das natürlich auch nicht können. Diese fressen dann vielleicht Krebse, aber die können das auch nicht. Am Ende sind es (wie könnte es anders sein) wieder die Algen, die diese Stoffe mit kaum mehr als Licht und Wasser hergestellt haben. Diese einmal durch die komplette Nahrungskette zu jagen, um dann die für die Ökosysteme so wichtigen Großfische zu überfischen, ist also weder nachhaltig noch notwendig. Im Zuge der progressiven Ernährungswende könnten wir uns also nächstes Mal vornehmen, nicht noch mehr Fisch, sondern stattdessen mehr Algen zu essen, wenn wir in der Illustrierten im Wartezimmer wieder etwas über die positiven Effekte von Omega-3-Fettsäuren lesen.

Noch krasser ist, dass logischerweise ja auch Fische in Aquakulturen diese Stoffe gefüttert bekommen müssen. Da war es bis jetzt immer am günstigsten, ungezielt kleinere Fische, u. a. Jungfische aus dem Meer zu fangen und auszupressen. Dieses Fischöl dient dann als Nahrungsergänzung für Kulturlachse, aber auch Schweine und auch für Menschen. Es sieht aber ganz so aus, als könnte man das bald dank einiger technischer Innovationen mit “Algenöl” (z. B. aus der Mikroalge Phaeodactylum tricornutum) ersetzen. Das wäre ein wichtiger Schritt für die marine Biodiversität.

Also, die Nutzung von Mikroalgen spart CO2-Emissionen ein und kann sogar zum Naturschutz beitragen. Dazu kommt, dass Mikroalgen im Gegensatz zu Feldfrüchten kein fruchtbares Land brauchen. Es gibt sogar Photobioreaktoren in der Wüste! Und sie brauchen weniger Wasser als Landpflanzen. Das klingt erst etwas komisch, aber eigentlich ist es doch ganz logisch, dass zumindest in geschlossenen Systemen weniger Wasser verloren geht, als wenn ich es im Boden versickern lasse.

DIY Photobioreaktor

Aber genug darüber geredet, was andere tun können, fangen wir doch bei uns selbst an, und bauen uns einen eigenen Photobioreaktor. Klingt nerdig? Okay, vor allem für das Nährmedium kommen wir um ein Bisschen Nerd-Talk nicht herum. Aber hey, wir bauen doch auch im Garten Gemüse an, das sind sogar Mehrzeller! Am Ende geht es nur um einen Behälter mit Wasser drin, welches sich langsam immer grüner färbt, aber psst! ?

© Johannes Kopton

Welche Algenart?

Ich empfehle Spirulina (Arthrospira platensis). Spirulina gilt heutzutage bei hippen Großstadtmenschen als absolutes Superfood und ist aus grünen Smoothies, aber auch Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr wegzudenken.

Biologisch gehört Spirulina zu den Cyanobakterien (Blaualgen). Im Gegensatz zu den giftigen Blaualgen die einem im Sommer manchmal das Baden im Badesee vermiesen, ist Spirulina aber nicht nur essbar und hip, sondern tatsächlich total gesund. Sie besteht zu über 50% aus Eiweiß und enthält neben vielen Vitaminen auch die Spurenelemente Calcium, Eisen und Magnesium in bioverfügbarer Form. Deshalb gilt sie auch bei der Welternährungsorganisation FAO seit Langem als vielversprechendes Nahrungsmittel, gerade auch für den globalen Süden. Spirulina wird sogar von der NASA und der ESA als potenzielles Nahrungsmittel für Langzeitmissionen im All diskutiert.

Der Vorteil von Spirulina ist auch, dass sie in sehr alkalischen Gewässern vorkommt. Das bedeutet, dass du keine Angst haben musst, dass die Kultur mit anderen Algen, Pilzen oder Bakterien kontaminiert wird, weil die bei einem pH-Wert von über 10 nicht überleben können. Du musst also nicht einmal besonderen Wert auf steriles Arbeiten legen.

Was brauchst du?

Das Behältnis

© Johannes Kopton

Suche dir für deine Algen ein durchsichtiges Behältnis. Die Größe entscheidest du, je mehr Volumen, desto mehr erntest du. Ich habe für verschiedene Kulturen aktuell Plastikflaschen, Glasflaschen, große Einmachgläser und ein 50l-Aquarium in Gebrauch. Natürlich muss Licht in das Gefäß fallen können.

Licht

Wenn du eine Fensterbank hast, würde ich als Lichtquelle den Fusionsreaktor Sonne empfehlen, ansonsten tut es auch eine helle Lampe (wirkt sich aber natürlich auf die CO2-Bilanz der Ernte aus). Je mehr Licht, desto schneller wachsen die Algen.

Wärme

Spirulina wächst am Besten bei etwa 35°C, aber auch bei Zimmertemperatur funktioniert es. Wenn im Sommer die Sonne auf das Gefäß scheint, reicht das völlig aus. Bei weniger als 15°C kommt das Wachstum praktisch zum Erliegen und bei über 38°C können die Zellen schaden nehmen und absterben.

Belüftung

© Johannes Kopton

Algen verarbeiten im Wasser gelöstes CO2, dabei entsteht Sauerstoff, der dann ebenfalls im Wasser gelöst ist, oder als kleine Bläschen aufsteigt. Damit immer frisches CO2 im Wasser ist, kann es sinnvoll sein, Luft dadurch blubbern zu lassen. Außerdem schwimmen die Spirulina-Zellen nicht von alleine umher sondern müssen umgerührt werden. Entweder du rührst also ab und zu um du nimmt dafür eine einfache Aquariumpumpe. Dabei solltest du aber darauf achten, Luftschläuche in Lebensmittelqualität z. B. aus Silikon zu verwenden, denn billige PVC-Schläuche enthalten oft krebserregende Weichmacher, die man seinen Fischen vielleicht antut, aber nicht in seinem Essen haben will.

Wasser

Der Hauptbestandteil von jedem Medium ist natürlich Wasser. In amerikanischen Anleitungen ist oft die Rede von destilliertem oder entchlortem Wasser. Chlor ist nämlich tödlich für Mikroorganismen (darum wird es ins Wasser gemischt). Das könnt ihr euch natürlich sparen, wenn ihr in einer Gegend wohnt, wo Wasser in guter Trinkqualität aus dem Wasserhahn kommt. Ich habe es erfolgreich mit Magdeburger Leitungswasser probiert.

Startkultur

Wo nichts ist, kann sich nichts vermehren. Du brauchst also für den Anfang eine kleine Menge lebender Algen. Kulturen von der Algenart Nannochloropsis kann man in jedem gut sortierten Aquaristikgeschäft kaufen. Spirulinakulturen habe ich allerdings bis jetzt in Europa nur in England und Schweden zu kaufen gefunden, oder für viel Geld bei der Uni Göttingen. Ansonsten kannst du auch mal Menschen fragen, die Spirulinakulturen haben (zum Beispiel mich). Die meisten teilen gerne und es reicht ja auch eine ganz kleine Menge.

Filter

Mit einem einfachen Kaffeefilter (Papierfilter oder auch Dauerfilter aus Edelstahl) kannst du die Algenzellen von ihrem Medium trennen.

Mineralien

Ganz ohne andere Stoffe geht es dann doch nicht. Alle Lebewesen brauchen zumindest ein Bisschen Stickstoff und Phosphor und auch noch ein paar andere Sachen. Die gibst du als Dünger in das Wasser und stellst so das “Nährmedium” her.

Für einige Algenarten kannst du fertiges Nährmedium im Aquaristik-Fachhandel kaufen. Für Spirulina, die es ja sehr alkalisch mögen habe ich so etwas noch nicht gefunden und stelle es deswegen selbst her.

© Johannes Kopton

Du musst dafür nicht viel Ahnung von Chemie haben, du kannst die Zutaten einfach wie bei einem Kochrezept zusammenmischen und umrühren. Es gibt ganz verschiedene Rezepte, die alle funktionieren. Einige benutzen sogar natürliche Zutaten wie z. B. Urin. Die meisten benutzen aber chemische Reinstoffe. Das bekannteste Rezept ist das Zarrouk-Medium, das in den 60er Jahren an der Universität von Paris erfunden wurde.

Achtung! Auch wenn das hier nicht die gefährlichsten Chemikalien der Welt sind, achte bitte immer auf deine Sicherheit. Du solltest mindestens eine (Schutz-)brille tragen und dir nach dem Kontakt gut die Hände waschen. Natürlich müssen alle Stoffe für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.

Leider kann man nicht alle Zutaten dafür unkompliziert in Europa kaufen, deshalb habe ich eine abgewandelte Version davon zusammengestellt, die ich Progressive-Agrarwende-Medium nenne. Genauere Erklärung zu den einzelnen Inhaltsstoffen findest du weiter unten.

In der folgenden Tabelle habe ich beide Rezepte mal zusammengestellt (alle Werte in g/L):

FormelNamePAW-MZ-M
NaHCO3Natron (Natriumhydrogencarbonat)16.816.8
NaCl etc.Meersalz (unbehandelt)1.0
NaClKochsalz1.0
K2SO4Kaliumsulfat1.01.0
NaNO3Natriumnitrat2.5
CH4N2OUrea (Harnstoff)0.09*
K2HPO4Dikaliumhydrogenphosphat0.50.5
MgSO4 * 7(H2O)Magnesiumsulfat0.20.2
CaCl2 * 2(H2O)Calciumchlorid0.040.04
Fe EDTAEisenchelat0.015
FeSO4 * 7(H20)Eisensulfat0.01
EDTAEthylendiamintetraessigsäure0.08
Mikronährstofflösung1.0

* schrittweise erhöhen auf 0.5g/l (s. Absatz “Urea”)

Natron

Natron oder Natriumhydrogencarbonat ist wohl vor Allem zum Anheben des PH-Wertes (s. unten) gedacht. Es ist der Hauptbestandteil von Backpulver und gesundheitlich völlig unbedenklich.

Natron kannst du im Supermarkt, in der Drogerie oder viel billiger in größeren Mengen im Internet kaufen.

Kochsalz / Meersalz

© Johannes Kopton

Zarrouk arbeitet wohl aus wissenschaftlichen Gründen mit Reinstoffen. Weil wir aber nicht die coole Mikronährstofflösung haben, nehmen wir lieber Meersalz in dem neben Kochsalz (NaCl) auch noch viele andere Mikronährstoffe enthalten sind. Unbehandeltes Meersalz kann man zum Essen kaufen.

Meersalz in Lebensmittelqualität kannst du im Supermarkt kaufen.

Kaliumsulfat

Kaliumsulfat ist in der EU ohne Höchstmengenbeschränkung als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen (E515). Es ist also auch unbedenklich.

Kaliumsulfat kannst du im Internet in Lebensmittelqualität kaufen.

Natriumnitrat

Natriumnitrat ist zwar auch als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen (E 251), aber ich konnte es, als ich das letzte Mal danach gesucht habe, nicht als Privatperson kaufen (aus Sicherheitsgründen ?).

Urea

Urea oder Harnstoff ist ebenfalls ein (zumindest für Kaugummis) zugelassener Lebensmittelzusatzstoff (E927b). In diesem Paper von der Agraruniversität Gazipur, Bangladesch wird das Ersetzen von Natriumnitrat durch Urea diskutiert. Beide eignen sich als Stickstoffquelle. Urea ist zwar billiger, man sollte aber nicht so viel auf einmal verwenden. Vermutlich ist es deshalb am besten, wenn man mit nur 0.09g/l anfängt3. Über die Zeit sollte auf einen Gesamteintrag von 0.5g/l erhöht werden.

Urea kannst du im Internet in pharmazeutischer Qualität kaufen.

Eisen

© Johannes Kopton

Cyanobakterien brauchen Eisen. Sie können sogar sehr viel davon aufnehmen, was sie als Eisen-Nahrungsergänzungsmittel attraktiv macht. Wie alle Lebewesen können sie aber kein metallisches Eisen aufnehmen, es reicht also nicht, z. B. Eisennägel in das Medium zu legen.

Im Zarrouk-Medium wird Eisensulfat als Eisenlieferant eingesetzt. Um eine bessere Bioverfügbarkeit zu erreichen wird noch der Komplexbildner EDTA hinzugefügt.

Ich verwende direkt Eisen(III)-Natrium-EDTA. Dieses ist seit 20104 in der EU begrenzt für Lebensmittel zulässig. Die Menge habe ich so ausgerechnet, dass sie der Eisenmenge im Zarrouk-Medium entspricht.

Eisen(III)-Natrium-EDTA kannst du im Internet als Dünger kaufen.

Mikronährstoffe

Im originalen Zarrouk-Medium wird 1ml einer speziellen Mikronährstofflösung zugesetzt, die Vitamine und Spurenelemente enthält. Ich habe bis jetzt keinen Weg gefunden, mit vertretbarem Aufwand diese Lösung zu mischen. Bei mir funktioniert es im Moment auch ohne. Ich denke, dass einige wichtige Spurenelemente auch durch das Meersalz eingebracht werden. Ansonsten gibt es Mikronährstoffdünger für Pflanzen zu kaufen, das wäre sicher einen Versuch wert.

Neue Kultur starten

Jetzt kann es losgehen! Rühre das Nährmedium an wie beschrieben. Entlasse die Hälfte deiner Startkultur in das Gefäß. Wenn das Gefäß sehr groß ist solltest du zunächst ein kleineres Behältnis nehmen, und es irgendwann umfüllen, wenn du genug Algen hast. Einen Teil solltest du zurückbehalten, falls etwas schief geht.

© Johannes Kopton

Die Startkultur kannst du nun mit dem Nährmedium verdünnen. Ein Verhältnis von 1:1 ist sinnvoll. Wenn du es zu stark verdünnst, können die Algen dem Licht zu stark ausgesetzt sein und Schaden nehmen. Die Algen werden sich nun vermehren, das bedeutet letztlich nur, dass das Wasser immer grüner wird. Wenn die Kultur nach einigen Tagen wieder einen tiefgrünen Zustand erreicht hat, kannst du sie wieder verdünnen und wieder warten, verdünnen und so weiter. Es wird also exponentiell mehr, das bedeutet nach 7 Verdünnungen hast du schon mehr als die 100-fache Menge. Die Farbe der Kultur sollte dabei immer tiefgrün sein. Das ganze machst du so lange bis die gewünschte Menge erreicht, oder der Behälter voll ist.

Kultivierung

© Johannes Kopton

Damit die Algen möglichst schnell wachsen, solltest du wie oben schon angedeutet darauf achten, dass sie genug Licht haben, ab und zu umgerührt werden und nicht zu warm und nicht zu kalt werden.

Das ganze kann man wenn man will total krass automatisieren. Ich habe dabei im Moment einen Mini-Computer und diverse Sensoren und Funksteckdosen im Einsatz, bei uns im Max-Planck-Institut wird alles natürlich noch viel genauer kontrolliert und geregelt. Wirklich notwendig für ein moderates Algenwachstum ist das alles aber nicht. Die Algen, die bei mir einfach im Marmeladenglas auf der Fensterbank stehen vermehren sich auch ganz schön schnell. Einfach ab- und zu umrühren und beim Wachsen zugucken reicht theoretisch völlig aus.

Ernte

© Johannes kopton

Wenn du die Kultur nicht weiter expandieren willst und sie aber schon wieder dicht und tiefgrün geworden ist, ist Zeit für die Ernte.

Dafür nehme ich immer einen Kaffeefilter und gieße das grüne Algenwasser darüber. Bei Papierfiltern dauert das ziemlich lange, bei meinem Dauerfilter aus Edelstahl geht es schneller. Unten läuft klaren Medium heraus und in dem Filter bleibt eine grüne Masse zurück mit einer Konsistenz ähnlich zu Nutella.

© Johannes Kopton

Das ist die fertige Spirulinamasse, die am leckersten frisch gegessen werden kann. In Smoothies, Saucen, Müsli, Gebäck (das wird dann total grün ?) und was dir noch so einfällt.

Die frische Spirulinamasse ist im Kühlschrank ein paar Tage haltbar. Wenn du mehr produzierst, als du frisch essen kannst (Glückwunsch dafür!), kannst du es auch auf einem Backpapier ausstreichen und in der Sonne oder im Backofen trocknen. Das getrocknete Pulver sollte gut verpackt mindestens ein halbes jahr halten.

Viel Spass beim weiteren Experimentieren mit der Kultur und beim Kochen!

Mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen die Plattform :Subkultur gegründet schaut also gerne auf. https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei.

 

Johannes Kopton
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103 Kommentare

  1. Hallo lieber Johannes,
    Vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Nun die große Frage, könnte ich Spirulina-Algen von dir bekommen?
    Und ich wage jetzt mal zu fragen gibt es Anleitungen wie das mit dem Urin funktioniert also ich meine mit der Menge. ich vermute Natron müsste man dann trotzdem noch zugeben oder?

    ich denke es kommt ja dann bald der Winter und dann ist das wohl die perfekte grün- Versorgung.

    Herzliche Grüße
    Esther

      1. Hallo Johannes, danke für die tolle Anleitung! Ich möchte das jetzt auch bei mir im Zimmer versuchen und würde mich sehr freuen, von dir einen kleinen Ableger deiner Algenkultur zu bekommen. Die Frage von Esther interessiert mich auch, da ich mich frage, wie nachhaltig es ist, diese ganzen Mineralien zu bestellen (und von welchen Bezugsquellen), oder ob man das auch anders hinbekommen kann (mit Urin oder anderen organischen Düngern).. Hast du dazu bereits etwas recherchiert, was du teilen magst oder Erfahrungen gesammelt ? Viele Grüße Jana

        1. Hier habe ich einen interessantenText von Stefanie Goldscheider zum Bio-Spirulinaanbau gefunden (siehe auch den Kommentar von Stefan Holler) : http://blog.biothemen.de/spirulina-bio-ad-absurdum/

          Wahrscheinlich nicht so einfach, da eine Lösung für pflanzliche Dünger zu finden, schließlich soll das am Ende noch genießbar sein, aber vielleicht lässt sich ja mit Pflanzentees experimentieren:
          http://www.holzl.de/Biogarten/Jauchen.htm

          🙂 freu mich schon

          1. Ob es bestimmte Bio-Richtlinien erfüllt, steht für mich weniger im Vordergrund, als dass es in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft passt. Ich stimme da voll dem verlinkten Text zu, dass es keinen Sinn ergibt, Spirulina zwanghaft organisch zu “ernähren”.

            Urin wäre kreislaufmäßig natürlich super, ist aber vielleicht hygienisch bedenklich.

            In dem verlinkten Text wird ja Chilesalpeter vorgeschlagen, weil er natürlich ist und ohne energieaufwändige Synthese auskommt. Natürlichkeit finde ich sowieso immer eine schwierige Kategorie, das kann ja alles und nichts bedeuten, und außerdem ist ja unklar, warum das immer besser sein sollte. Ich würde da lieber auf die Nachhaltigkeit schauen.
            Erstmal kommt es ja, wie der Name schon sagt aus Chile und muss weit transportiert werden. Das verursacht ja auch Emissionen. Dazu ist es ein fossiler Rohstoff, das heißt irgendwann ist es leer und schon deswegen nicht nachhaltig. Abgesehen davon, darf man in Deutschland NaNO3 als Privatperson nicht kaufen, weil man daraus Sprengstoff herstellen kann. Und die Reinheit für den direkten Verzehr könnte bei mineralischem Material auch fragwürdig sein.

            Ich würde es stattdessen synthetischen Stickstoff (z. B. in Form von Harnstoff) bevorzugen, der mit erneuerbaren Energien hergestellt wurde. Das habe ich allerdings noch nicht gefunden..

            Phosphor kann man z. B. aus Klärschlamm recyclen. Aber auch recyceltes Phosphat findet man leider nicht einfach so im Internet zu kaufen..

          1. Hallo Johannes,

            Ich würde mich sehr freuen wenn du mir auch einen Teil deiner Kultur abgeben könntest.

            LG aus Köln
            Maxi

    1. Vielen Dank für Deinen Artikel!
      Ich habe Sprirulina bis jetzt in Pulverform gekauft, aber
      noch lebendige Algen zu haben finde ich viel spannender…
      Auch von mir die Frage, ob Du ein paar Starter-Algen übrig hast??

      Lieben Gruß
      Raimund

  2. Lieber Johannes,
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Ich würde mich auch sehr über einen kleinen Ableger freuen – sowie Mailkontakt bei weiteren Fragen zum Anbau.
    Danke Dir!

      1. Hallo Ines und David,
        mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

        Viele Grüße Christian

  3. Lieber Johannes,
    super Artikel! Ich finde es toll das du dir die Mühe gemacht hast für uns so eine detaillierte Anleitung zu erstellen.
    Ich wollte das auch schon immer mal machen, habe aber keine praktische Erfahrung im Umgang damit. Wäre nett wenn du mir eine Spirulinakultur zuschicken könntest. Ist es möglich die Kultur in einem Zustand zu halten um sie zu lagern (über einen längeren Zeitraum am leben zu halten)?
    MfG Thomas

    1. Hallo Thomas,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  4. Hallo,
    sehr interessanter Artikel!
    Ich züchte momentan Chlorella vulgaris in einem 63l Säulenreaktor in Guillard F/2-Medium. Die Abtrennung dieser Algen von der Flüssigkeit ist jedoch sehr schwierig. Deswegen möchte ich auf die wesentlich leichter zu erntenden Spirulinas umsteigen. Leider bekommt man die Starterkultur gar nicht so leicht in Deutschland. Kann ich von dir eine kleine Menge bekommen? Im Gegenzug kann ich 63l Chlorella vulgaris IPPAS-C1 bieten 😉
    Welchen Filter verwendest du für die Abtrennung der Cyanobakterien?
    Freundliche Grüße
    Michael Wurm

    1. Hey, sehr cool! Einen Tausch gegen etwas Chlorella-Startkultur fänd ich super 🙂 Ich habe sogar noch ein Bisschen f/2 hier rumstehen 😀 Ich schreib dir ne Mail. Zum Ernten nehme ich einen Kaffeefilter. Die Einweg-Papierfilter sind etwas zu fein, das dauert Stunden, aber ein guter Edelstahldauerfilter ist perfekt.

        1. Leider nicht.. ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass ein “eher feiner” Edelstahlfilter etwas besser war, als ein “eher grober”. Dauerte zwar etwas länger, aber dafür war das Medium, das herauskam auch wirklich klar. Wenn man das Medium wiederverwendet (mit Nährstoffen angereichert) ist es ja gar nicht schlimm, wenn einem ein paar durch die Lappen gehen, aber wenn ich mal das Wasser wechseln möchte, würde ich dadurch ja Algen entsorgen.

  5. Hallo johannes,
    Ich bin auf deinenBericht gestoßen, als ich das www nach einem spirulina Ansatz durchforstet habe. Ich finde das Thema auch sehr interessant und wollt dich mal fragen ob ich einen Ansatz der Arthrospira platensis bekommen könnte?
    Natürlich gegen eine Spende, damit du weiter forschen kannst?

    1. Hallo Mathias,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  6. Hallo Johannes,

    Dein Artikel gefällt mir echt gut.
    Hat mich richtig motiviert.
    Ich möchte auch mit dem Algen Züchten anfangen.
    Wo bekomme ich eine Spirulina Startkultur her?
    Danke Dir vorab.

    1. Hallo Uwe,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  7. Hallo Johannes, ich würde gerne eine Spirulina Kultur bei Dir kaufen, dein Artikel ist super und die Beschreibung finde ich sehr gut!
    Schöne Grüße Bernd

    1. Hallo Bernd,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  8. Moin Johannes,

    finde deinen Artikel super spannend und würde auch gerne direkt anfangen, Spirulina zu züchten! Denkst Du, ich kann gegen eine Spende einen Ableger deiner Kultur bekommen? Würde mich sehr freuen, wenn Du mir ne Mail schickst.

    Danke u. Beste Grüße
    Yannik

    1. Hallo Yannik,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  9. Sehr interessanter Artikel. Ich habe kürzlich Spirulina aus Schweden bestellt und versuche mich gerade beim züchten. Die Algen kamen mit etwas Nährstoffpulver, aber eben nur ein bisschen und ich habe viel herumüberlegt wie ich die Nährstoffe sinnvollerweise selbst herstellen kann. Deine Beschreibung ist dafür sehr hilfreich, besten Dank dafür.

    Grüße

    Wolfgang

  10. Hallo Johannes,

    ich bin gerade auf deinen super interessanten Artikel gestoßen und find das Thema sehr interessant.
    Leider habe ich wie wahrscheinlich viele hier Schwierigkeiten eine Startkultur zu finden. Hättest du noch etwas von deiner Kultur ab zu geben oder kennst du einen guten Anbieter im Netz bei dem man vertraunsvoll kaufen kann? Ich möchte verhindern dass sich dort vielleicht bei dubiosen Herstellern noch andere Blaualgen tummeln. 😉

    Und ein paar Fragen hätte ich noch:

    Muss neben dem umrühren regelmäßig der pH Wert kontrolliert werden?
    Wie hält man die Startkultur am besten am Leben? Einfach die Kultur mit in die Sonne stellen oder lieber in den Kühlschrank um das Wachstum zu stoppen?

    Ich freu mich auf deine Antwort 🙂

    Grüße
    Florian

    1. Hallo Florian,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  11. Hallo Johannes,

    sehr interessanter Artikel. Bin auch gerade dabei die ersten Schritte in Sachen Spirulinazucht zu machen.
    Kannst Du vielleicht mal Angaben zu den Erträgen nennen, die Du so erziehlt hast.

    Freue mich auf Deine Antwort
    Liebe Grüße
    Wolfram

    1. Hallo Wolfram,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  12. Hallo Johannes,

    ich bin ebenfalls auf deinen Artikel gestoßen und bräuchte ebenfalls eine Starterkultur. Bin Lehrer an einer Schule und möchte mit meinen Schülern welche züchten. Wärst du so freundlich, mir eine zu schicken?

    LG;
    Markus

    1. Hallo Johannes,
      sehr interessanter Artikel!
      Eine Freundin und ich wollen Algen in unserer im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit in der Schule (P5) züchten. Wir suchen verzweifelt nach einer Startkultur und wollten dich (und generell in die Runde) fragen, ob uns jemand eine geben könnte bzw. empfehlen kann. Selbstverständlich würden wir dafür bezahlen.
      Das wäre super hilfreich!
      Ganz Liebe Grüße Feline

  13. Hallo Johannes,

    ich bin erst kürzlich auf das Thema gestoßen und es hat mich nach etwas Recherche voll in seinen Bann gezogen und würde es sehr gerne ausprobieren 😀
    Ich würde mich unglaublich darüber freuen, etwas von deiner Spirulina-Klutur zu bekommen.

    Ich freue mich auf deine Antwort
    Timon

    1. Hallo Timon,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  14. Hey
    Ich habe schon 2 mal Chlorella Algen Kulturen bestellt bei Interaquaristik. Allerdings kamen die bei mir immer tod an. Was mich doch sehr gestört hat da ich ja schließlich Geld dafür zahle. Würdest du mir vielleicht einen kleinen Teil deiner Spirulinakultur schicken?
    Wäre echt super.

    Liebe Grüße
    Sven

    1. Hey,
      ich arbeite professionell mit Chlorella vulgaris, sorokiniana und variabilis. Falls du Interesse hat kann ich dir was zur Verfügung stellen.

      1. Hey
        Ich arbeite für mein Studium an einem Projekt bei dem ich gerne Mikroalgen Züchten würde, finde jedoch keine Möglichkeit diese zu bestellen.
        Falls dieses Angebot auch für andere gilt wäre ich dir sehr dankbar für eine Kontaktaufnahme.

        Freundliche Grüsse
        Michael Ehrler

        michael.ehrler@hotmail.com

        1. Hallo Michael und TobMas,
          mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

          Viele Grüße Christian

  15. Hallo,
    ich interessiere mich auch für eine Spirulina-Kultur und komme natürlich für die Unkosten auf. Wie sind diese geschmacklich, wenn sie frisch sind? Getrocknet finde ich die leider überhaupt nicht gut.

    Vielen Dank vorab und Grüße

    Lydia

    1. Hallo Lydia,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  16. Super Artikel ich würde es auch gerne versuchen meine eigene Spirulina zu züchten hat mir jemand ein bisschen was zum anfangen ich würde auch gerne was spenden dafür 🙂

    Liebe Grüße kim

    1. Hallo Kim,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

    1. Hallo Milena,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  17. Hallo Johannes,
    ich würde gerne für ein Kunstprojekt, das sich eher mit Makro Algen befasst, gerne auch mit Mikroalgen experimentieren und wäre sehr dankbar, wenn du uns mit einer Starterkultur unterstützen könntest.
    Vielen Dank für den tollen Artikel und die guten Beschreibungen.
    Felix

    1. Hallo Felix,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  18. Guten Tag Johannes,

    Ich fand deinen Artikel sehr interessant und aufschlussreich.
    Ich möchte mich ebenfalls gerne an der Zucht versuchen!

    Wärst du so nett, mir eine kleine Menge zukommen zu lassen?

    Viele Grüße
    Jorgo

    1. Hallo Jorgo,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  19. Hallo Johannes,

    ich würde mich auch liebend gerne an der Zucht versuchen. Kann auch ich etwas von deiner Kultur abhaben?

    Vielen Dank & liebe Grüße
    Gabriel

    1. Hallo Gabriel,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  20. Guten Tag!

    Ich werde dieses Schuljahr meine Facharbeit schreiben und habe mich für das Thema Algen entschieden. Dazu wollte ich bei mir zuhause Spirulina Algen züchten um verschiedene Experimente an diesen auszuführen. Besonders interessiert mich auch der Aspekt der Energiegewinnung durch Algen. Nur bin ich mir nicht sicher ob ich eine Starterkultur auf z.B Amazon kaufen sollte, da ich mir sorgen mache, dass die Spirulina Alge nach einer langen Lieferzeit stirbt ( habe leider auch viele schlechte Bewertungen gelesen)Ihrem Text konnte ich entnehmen, dass Sie in Magdeburg wohnen. Ich wohne in Dresden, könnten Sie sich eventuell vorstellen mir ein wenig von ihren Algen zu verkaufen? Ich würde mich sehr darüber freuen:)
    Ihr Artikel hat mir übrigens sehr gefallen!

    Viele Grüße,
    Kristin

    1. Hey Kristin,
      Ich schreibe genau wie Du dieses Jahr meine Facharbeit und zufälliger Weise auch über das Thema Algen, nur das ich mich ein bisschen mehr auf die Ernährung beziehe. 🙂
      Ich wollte dich nur mal Fragen, ob du schon eine Algenkultur für dein Experiment hast und ob du mir auf meiner Suche nach einer Starterkultur vielleicht helfen könntest.
      Wie der Zufall so will, wohne ich auch in Dresden ; )
      Ich würde mich freuen, wenn du mich vielleicht mal per Mail anschreiben könntest.
      Diese ist: max1312.nitsch@gmail.com
      Liebe Grüße
      Maximilian

      1. Hallo Max und Kristian,
        mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

        Viele Grüße Christian

  21. Guten Tag Johannes

    Besten Dank für den tollen Artikel.
    Bin aus der Schweiz und versuche mich für mein Studium an einem Algenzuchtprojekt. Habe mich schon einige Stunden für Infos, bestellen von Düngebestandteile sowie Mikroalgen-Lebendsuspensionen im Internet ausgetobt. Leider finde ich keine solche Starterkultur welche ich in der Schweiz bestellen kann. Wäre es dir möglich mich bei diesem Problem zu unterstützen? 😀

    Freundliche Grüsse
    Michael Ehrler

    michael.ehrler@hotmail.com

    1. Hallo Michael,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  22. Hi Johannes,
    ich finde die Idee, essbare Cyanobakterien auf der Fensterbank zu züchten, sehr interessant.
    Ich habe kürzlich erst mein Interesse für Mikrobiologie entdeckt und würde das selbst gerne ausprobieren.
    Könntest du mir eventuell eine kleine Starterkultur zukommen lassen?

    Viele Grüße,
    Elias

    1. Hallo Elias,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  23. Hallo Johannes,
    Erstmal Dankeschön für diesen wirklich spannenden und interessanten Artikel. Ich würde es wirklich gerne auch einmal mit der Algenzucht probieren und mich unglaublich freuen wenn ich etwas von deiner Kultur abbekäme 🙂

    Viele Grüße
    Josefa

    1. Hallo Josefa,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  24. Hey Johannes,
    in der Tat, ein sehr wertvoller und interessanter Beitrag! Ich würde gegen eine Spende ebenfalls um eine Probe und um deine Email-Adresse bitten, um ein kleines Vorhaben mit dir abzustimmen. Vielleicht hättest du ebenfalls Interesse daran? Bitte melde dich bald. LG

    1. Hallo Kristin,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  25. Hallo Johannes!
    Danke für die tollen Infos über die Spirulina Alge. Ich würde gerne etwas von deinen Spirulina Algen haben, wenn du etwas übrig hättest.

    LG,

    Martina

    1. Hallo Martina,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  26. Lieber Johannes,
    ich würde gerne selbst Algen ziehen und würde gerne einen Ableger von dir geschickt bekommen. Ist das möglich? Freue mich sehr über Antwort.
    Alles Liebe aus Wien, deine Eva

    1. Hallo Eva,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  27. Hey Johannes,
    Im Rahmen meiner Facharbeit und die dadurch entstehenden Recherchen bin ich auf Ihren Artikel gestoßen. Dieser hat mir während meiner Arbeit ein paar interessante Fakten geliefert und mir die Idee für einen Eigenanteil gebracht. In diesem möchte ich, genau wie Sie Algen züchten und das entstehende Produkt in meinen Speiseplan integrieren. Könnten Sie mir dabei vielleicht ein wenig unter die Arme greifen und mir eine Spirulina Starterkultur zuschicken (ich wohne in der Nähe von Dresden)?

    LG
    Maximilian

    1. Hallo Maximilian,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  28. Hallo Johannes,
    ich bin Mint-Lehrerin und möchte mit meinen SuS die Phototaxis von Mikroalgen untersuchen, benötige jedoch eine Startkultur.
    Hast du vielleicht auch die Volvox-Alge oder die Chlorella Alge als Startkultur? Mit dem ziehen von Mikroalgen habe ich keine Erfahrung, man bekommt auch keine Startkultur zu kaufen, so dass ich nun selbst anfangen muss hier tätig zu werden. Wenn du nun eine der oben genannten Startkulturen anbieten kannst, dann wäre das einfach großartig. Vielleicht kannst du in einem neuen Artikel darauf eingehen wie man die Volvox -Alge kultivieren kann. Sollte das alles nicht möglich sein, dann würde ich sehr gern eine Startkultur der Spirulina -Alge haben wollen.
    Herzlichen Dank

    1. Hallo Silke,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  29. Hallo Johannes,
    so ein toller, aufschlussreicher Artikel.
    Für einen Master Kurs an der TU Berlin würde ich gerne eine Kultivierung ausprobieren, würdest du deine Algen noch mit uns teilen? Das wäre großartig, für die Kosten kommen wir natürlich auf!
    LG.
    T. Lohse

    1. Hallo Theresa,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  30. Hi,
    danke für dieses ausführlichen Artikel. Ich studiere Produkt- und Prozessdesign, und hätte ein paar Fragen bezüglich der Zucht von Algen, beispielsweise auf dem Dach oder einer Dachterasse, also welche Algensorten solche Temperaturschwankungen am besten mitmachen. Es würde mir sehr helfen und mich freuen, Kontakt aufzunehmen.

    Viele Grüße,
    Dominique

    1. Hallo Dominique,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

    1. Hallo Martin,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  31. Hallo Johannes,
    danke für die hilfreichen Infos! Ich suche auch nach einer Startkultur und bin so auf dich gestoßen 🙂 Würde mich super freuen wenn du mir helfen könntest.
    Lg Rukiye

    1. Hallo Rukiye,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause.

      Viele Grüße Christian

  32. Hallo lieber Johannes
    Ich freue mich sehr, deine Seite gefunden zu haben,
    vielen Dank für die ausführlichen Beschreibungen und dass du das mit uns allen teilst.

    Wir nehmen täglich Spirulina Algenpulver aus Hawaii zu uns und ich würde es gerne auf der Fensterbank züchten, um damit die Umwelt zu schonen. Ich möchte erstmal langsam anfangen, vielleicht mit einem kleinen Aquarium. Wir benötigen täglich 4 Teelöffel getrocknetes Algenpulver. Wie groß sollte ungefähr (ich weiß, Bedingungen wirken sich auf das Wachstum aus) das Gefäß sein, damit wir ungefähr hinkommen? Für den Start würde ich mir gerne bereits gemischtes Algenfutter anschaffen. Gibt es jemanden hier der dies (gegen würdigendes Honorar) abgeben kann? Vielleicht traue ich mich ja irgendwann selber ans Mischen.

    Lieben Dank an alle und lieben Grüße aus Jork
    Susi

  33. Hallo Johannes,

    ein sehr gut recherchierter Artikel ist das! Das Rezept für den Kulturansatz möchte ich gerne einmal ausprobieren. Ich würde mich sehr freuen wenn du auch mir einen Teil deiner Kultur und vielleicht auch eine Probe Deines Nährmediums zusenden könntest. Was spricht dagegen gewöhnlichen NPK-Dünger einzusetzen?

    Beste Grüße aus Odenthal
    Chris

  34. Hallo Johannes, echt ein super ausführlicher Artikel!
    Könnte ich eventuell auch ein wenig von deiner Kultur bekommen? Durch den Lockdown ist es aktuell ziemlich schwer, sich im Fachhandel umzusehen…
    LG Emmanuel

  35. Hallo Johannes,

    super umfangreicher Artikel! Danke dafür.
    Hast du auch Tipps, wie man eine Spirulina Kultur verifizieren kann?

    Auch ich wäre an einer Starterkultur interessiert und würde mich freuen von dir zu hören.

    Vielen Dank und weiterhin erfolgreiches Forschen!

    1. Hallo Dominic,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen.

      Viele Grüße Christian

  36. Hallo Johannes,

    Ich hätte ein kleines Anlagen an Dich, und wäre dankbar, wenn Du mir weiterhelfen könntest.

    Seit Jahren ernähre ich mich (aus ethischen u. ökologischen Gründen) frei von tierischen Eiweiße.
    Gerne würde ich die “Kleine Wasserlinse” im eigenen Aquarium aufziehen, da diese über ein exzellentes Aminosäurenprofil verfügt (die Spirulina natürlich auch, schmeckt mir aber nicht so sehr 🙂 ).
    Des Weiteren hat diese Pflanze noch zig andere tolle Eigenschaften.

    Leider fehlen mir hierzu die Informationen, was für ein Dünger besonders geeignet ist.
    Die am Markt vorhanden Aquarium Dünger enthalten den Hinweis Zitat:” Nicht für Pflanzen
    oder Tiere geeignet, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen”.
    Auch die Aquaristik-Shops erteilen keinerlei Rückinfo und bieten mir demnach keine entsprechende Makro u. Mikronährstofflösung an.

    Das von Dir beschriebene Zarrouk-Medium, könnte für die Wasserlinse auch geeignet sein, da sie auch im alkalischen Medium fortpflanzen kann.
    Du hast aber in Deiner Rezeptur das “Bor” ausgelassen, ist das nicht für Pflanzen als Makro ebenfalls essentiell?
    Die Mikrolösung über Meersalz zu ergänzen, halte ich bei Pflanzen für problematisch, da dieses zwischen 95-98 aus NaCl besteht und deshalb Spurenelemente wie Zink, Kupfer, Molybdän etc. zu kurz kommen.

    Kannst Du mir hier weiterhelfen und mir einen Dünger bzw. eine Mikronährstofflösung aus dem Markt empfehlen, ich kann leider nichts mehr finden?
    Mein extra dafür gekauftes Aquarium steht schon seit Wochen leer und wartet darauf, gefüllt zu werden.

    Liebe Grüße aus Heilbronn.
    Mike

    1. Hallo Mike,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen und andere spannenden Organismen für die Zucht zuhause. Unter anderem züchten Einige von uns auch Wasserlinsen z.B. Sebastian oder Ich.

      Viele Grüße Christian

  37. Hey Johannes,
    sehr spannendes Artikel und auch Respekt für den tollen Blog, trotz der langen Zeit die seit deinem Artikel vergangen ist, gibt es immer noch keine gute Möglichkeit an eine Starterkultur zu kommen. Falls du deine Kultur noch hast, könntest du mir etwas abgeben?
    Liebe Grüße Vincent

    1. Hallo Vincent,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen.

      Viele Grüße Christian

  38. Hallo lieber Johannes,

    vielen Dank für Deinen informativen Beitrag! Könnte man von Dir noch eine Kultur erwerben, oder ist das Thema nicht mehr aktuell? Ich möchte gerne ein Uniprojekt mit Algen realisieren und stehe nun leider vor der recht schweren Aufgabe, überhaupt an eine Spirulina-Kultur zu kommen!

    Sonnige Grüße und besten Dank im Voraus 🙂

    1. Hallo Vio,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen.

      Viele Grüße Christian

  39. Hallo Johannes

    Für meine Abschlussarbeit habe ich das Thema «Algen züchten und verarbeiten» gewählt. Ich habe die Starterkultur in Schweden bestellt. Da ich nun bereits seit längerer Zeit darauf warte und dringend mit der Züchtung beginnen sollte, möchte ich dich fragen, ob du mir eine alternative Bestellmöglichkeit empfehlen könntest. Am besten eine, die in die Schweiz liefert.

    Besten Dank für deine Antwort.

    Freundliche Grüsse
    Linus

    1. Hallo Linus,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen.

      Viele Grüße Christian

  40. Hallo Johannes,
    Dein Artikel ist toll und informativ geschrieben, Respekt.
    Ich schaue mit meinem 11jährigen Sohn momentan eine super Serie über Low Tech auf Arte (Nomades des Mers)
    und er meinte, er würde sehr gern Spirulina mit mir züchten, ein Familienprojekt daraus machen.

    Da ich sein Interesse an solchen Themen und sein Verständnis für Gesundheit und Ernährung gern fördere, möchte dieses Projekt mit ihm umsetzen.
    Wenn ich lese, wieviele Anfragen Du bekommst, frage ich mich nur, ob überhaupt genug Spirulina für Dich übrig bleibt 😁.
    Meinst Du, Du könntest vielleicht eine kleine Menge erübrigen, um eine Zucht zu starten?

    Hast Du viell. auch noch Tips, wie sich ein möglichst geschlossenes System mit einer kleinen Pumpe rel. einfach umsetzen ließe?

    Ich würde mich super freuen, wenn Du antworten kannst.

    Die meisten Zutaten für die Nährlösung habe ich schon gesichtet, bzw. bereits zu Hause.

    Viele Grüße vom Niederrhein,

    Frank

    1. Hallo Frank,
      mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen.

      Viele Grüße Christian

  41. Hallo Johannes,
    es gilt als allgemein ausgemacht das unser eisenhaltiges Grundwasser, welches hier über Hausbrunnen gezogen wird, nicht nur eisenhaltig sonden auch stark mit Nitraten belastet ist. Was würde passieren wenn die Braunalge mit diesem, vorher belüfteten Wasser versorgt werden würde und die Algen hinterher zur Gartendüngung verwendet werden.

    Mit neugierigen Grüßen aus Kemberg

    1. Mittlerweile haben wir zum Austausch zur Kultivierung von Mikroalgen und anderen Mikroorganismen die Plattform :Subkultur gegründet schau gerne auf https://oekoprog.org/subkultur/ vorbei. Hier entwickelt sich auch eine Tauschplattform für Mikroalgen.

      Viele Grüße Christian

  42. Hallo Johannes,

    Deinen artikel fand ich sehr interessant. Ich selbst züchte algen, ungewollterweise, in meinem wasserbehälter den ich im auto für kühlerwasser und scheibenwaschen mitführe.

    Mein auto ist ein altmodisches modell mit grossen fenstern, und ich wohne in Italien, also licht jede menge. Es ist ein sehr sauber gehaltener HDPE tank von 5L, und ich fülle ihn mit reinem leitungswasser.

    Nach ca 1 jahr, und ca 3 mal nachfüllen, sind die innenwände mit ca 20 g blaugrüner alge bedeckt. Ausser wasser ist nur CO2, O2 und N2 in spürbaren mengen anwesend. Aber die algen bestehen zu 50% aus proteinen.

    Wo kommen die paar gramm stickstoff her? Nitrat und ammoniak im trinkwasser sind viel zu wenig um diese menge zu erklären. Gibt es algen die N2 aus der luft umsetzen können?

    Das wäre evtl revolutionär!

    Hoffe Deine meinung zu hören!

    Miguel Gregorkiewitz

    1. Hallo Miguel,

      das ist eine sehr spannende Beobachtung mit dem Wasserbehälter! Es gibt tatsächlich Algen (Cyanobakterien), die in der Lage sind, N2 aus der Luft zu binden und als NH4+ oder in Form von Aminosäuren zu speichern. http://www.gbt-ursprung.at/gbt/projekte/cyanobakterien/de/index.php?seite=nitrifikation Ich denke auch, dass da noch sehr viel Potenzial liegt.
      Ich frage mich, was das Wachstum in deinem Behälter begrenzt hat. Vielleicht würden schon bestimmte Mikronährstoffe (Eisen?) ausreichen, und die Algen würden sogar noch schneller wachsen, wenn Stickstoff gar nicht das Problem ist.
      In dem verlinkten Projekt geht es darum, auf Cyanobakterien basierenden Stickstoffdünger zu entwickeln. Ich bin mal gespannt, was in der Richtung noch passiert!

      Liebe Grüße,
      Johannes

  43. Hallo Johannes,

    ich bin Markus und würde mich auch sehr über eine Kultur deiner Algen freuen. Ich denke früher oder später werden Wir wohl nicht eh nicht anders können, als unsere Lebensmittelproduktion auf ein nächstes Level zu heben, zumindest nicht wenn Wir erreichen wollen auch zukünftig noch alle zu Ernähren (oder auch jetzt ALLE ausreichend).
    Ist ein prima Artikel und ein guter Ansatz in die richtige Richtung.

    Dankeschön

  44. Weiter oben wurde Harnstoff als Dünger in Betracht gezogen, wobei Urin unhygienisch wäre.
    Allerdings gibt es mittlerweile für LKW das sogenannte ad blue, welches laut Wiki eine Mischung aus Harnstoff und Wasser ist udn an jeder Tankstelle verfügbar ist.

    Also müsste man untersuchen, ob man nicht ad blue nimmt.

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