#GMOforGood

Dieser Text soll ein Gedankenanstoß sein. Ist Gentechnik gleichbedeutend mit der Übermacht von Großkonzernen? Bedeutet Gentechnik automatisch Patente auf Lebewesen? Was wäre, wenn wir diese Zusammenhänge aufbrechen würden?
Und wie könnte erreicht werden, dass der Einsatz von Gentechnik nach den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt und nicht nach denen der Konzerne ausgerichtet wird?

Der Auftrag der jungen Generation

An Bewegungen wie Fridays for Future, aber auch z. B. an der Politisierung der Youtube-Kultur wird deutlich, dass in diesen Zeiten viele junge Menschen eine Politik auf der Basis von Fakten und Wissenschaft einfordern. Viele von ihnen haben ihre Wahlentscheidung davon abhängig gemacht, von wem sie eine solche Politik erhoffen und erwarten.

Auch die Umfrageergebnisse für die Grünen kommen wohl nicht daher, dass junge Menschen auf einmal das Natürlichkeitsbild aus den 70er Jahren für sich entdeckten. Sie haben diese Partei gewählt, weil sie in ihr eine progressive Kraft sehen, der sie am ehesten die realistische Lösung komplexer Probleme zutrauen. Egal ob Energiewende, Verkehrswende oder Digitalisierung: Menschen, die ganz selbstverständlich mit moderner Technik aufgewachsen sind, sehnen sich nach einer Politik, die weder unbeholfen und reaktionär noch naiv technikgläubig auf neue Möglichkeiten reagiert.

Es wird erwartet, über Chancen und Risiken einen faktenbasierten Diskurs zu führen. Denn die globalen Probleme unserer Zeit verlangen durchdachte Antworten. Da erlaubt es sich nicht, mögliche Lösungsbausteine aus Prinzip und pauschal abzulehnen.

Wir möchten daher eine politische Neubewertung neuer gentechnischer Verfahren (Genome Editing) in der Pflanzenzüchtung anregen.

Naturwissenschaftlicher Konsens

Die Situation ist Vergleichbar mit der beim Klimawandel:
Es gibt nach Jahrzehnten der Forschung einen breiten wissenschaftlichen Konsens, dass Mutationen, die gezielt durch Genome-Editing hervorgerufen wurden, genauso sicher sind wie solche, die durch Zufall bei klassischer Züchtung entstanden sind.1 Die Art und Weise, wie eine Mutation entstanden ist, kann im Nachhinein oft nicht festgestellt werden.2 In vielen Sorten, die auch im Ökolandbau zugelassen sind, finden sich Mutationen, die durch radioaktive Bestrahlung oder Behandlung mit mutagenen Chemikalien entstanden sind.3 Im Gegensatz dazu sind die neuen Methoden viel präziser und haben weniger Nebenwirkungen an unbeabsichtigten Teilen des Gens.

Insbesondere also den nicht-transgenen Einsatz (ohne Fremdgene) neuer gentechnischer Methoden sollten wir auf naturwissenschaftlicher Ebene nicht länger ablehnen, wenn wir nicht als „Gentechnikleugner*innen“ dastehen wollen.

Aber auch in Bezug auf transgene Pflanzen sollten wir wissenschaftlich fundiert argumentieren und diese nicht einfach pauschal mit „Frankenfood“-Populismus und dem Warnzeichen für Biogefährdung4 bekämpfen.

Wäre es gerade in Zeiten von Fake-News und Populismus nicht richtig, wenn man wenigsten auf das Schüren von Ängsten vor erwiesenermaßen unbedenklichen Züchtungsmethoden verzichten würde?

Auch Beschimpfungen von jungen Gentechnik-offenen Stimmen als „naive Jugend“, „Propaganda-Opfer“, „Zauberlehrlinge“ oder „Gentech-Lobby“ halten wir für reichlich unangemessen. Auf dieser Grundlage lässt sich nur schwer ein Austausch aufbauen, obwohl es diesen gerade jetzt so dringend braucht.

Wirtschaftliche Auswirkungen im Status Quo

Trotzdem gibt es natürlich berechtigte Bedenken, was die sozialen, wirtschaftlichen und damit indirekt auch ökologischen Auswirkungen in der Landwirtschaft betrifft.

Ein großes Problem ist momentan, dass Gentechnik nach wie vor indirekt eine Patentierung von Saatgut ermöglicht. Pflanzen, die durch ein „im Wesentlichen biologisches Verfahren“ gewonnen wurden, sind von der Patentierung ausgeschlossen5.
Außerdem wird grüne Gentechnik aktuell vor Allem von wenigen Großkonzernen eingesetzt, die schon jetzt eine besorgniserregende Kontrolle über unsere Lebensgrundlagen erlangt haben. Auch viele der aktuellen Anwendungen selbst scheinen mit nachhaltiger Landwirtschaft wenig zu tun zu haben: Beispiele hierfür sind Soja und Mais mit Glyphosat-Resistenz6 oder Äpfel in Plastikfolie7. Meistens geht es um Monokulturen und oft befördert es sogar den Einsatz umweltschädlicher Pflanzenschutzmittel.8

Sollte man also womöglich weiter unrealistische Ängste vor gruseligem, unnatürlichen „Gentech-Food“ schüren und Gentechnik weiter aus Deutschland und Europa heraushalten?

Das wäre nicht nur populistisch und falsch, sondern bedeutete auch das Verschenken eines großen Potenzials.

Chancen für nachhaltige Landwirtschaft

Gentechnik kann mehr als das:
An unzähligen Universitäten überall auf der Welt9 werden bereits jetzt schon Sorten gezüchtet, die nachhaltiger, produktiver und umweltschonender sind als die, die derzeit eingesetzt werden. Insbesondere für die Menschen in Ländern des globalen Südens wäre das eine große Erleichterung. Diese Pflanzen brauchen weniger Pestizide10, sind angepasster an den Klimawandel11, ertragreicher (haben also einen geringeren Flächenbedarf) oder auch nahrhafter12. Die Wissenschaftler*innen, die an diesen Pflanzen forschen, sind genau wie wir davon angetrieben, die Welt zu verbessern.

Wir dürfen diese Menschen nicht länger vor den Kopf stoßen, indem wir ihr Wissen und ihre Arbeit diskreditieren und diffamieren. Darüber hinaus ist es schlichtweg nicht mehr zeitgemäß an bestimmten Positionen festzuhalten, die potentielle Antworten auf die ökologischen Herausforderungen und die Klimakrise verhindern würden.

Es ist höchste Zeit auch in Bezug auf grüne Gentechnik progressiv zu denken und zu handeln und alle Möglichkeiten, die wir zur Rettung unseres Lebensraumes haben, in Erwägung zu ziehen, kritisch zu betrachten und zu diskutieren. Dabei darf die Politik nicht vor neuen Wegen zurückscheuen, wenn diese eben neue Chancen eröffnen können. Wir wissen, dass Gentechnik nicht die Lösung für alle Probleme sein kann und wird. Trotzdem kann Gentechnik in Zukunft ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige, ganzheitliche Landwirtschaft sein. Gentechnik hat das Potenzial auf der einen Seite konventionelle Landwirtschaft sehr viel nachhaltiger zu gestalten und auf der anderen Seite die Flächenproduktivität von Ökolandbau zu erhöhen, ohne zusätzliche Dünge- oder Pflanzenschutzmittel einzusetzen.

Politische Möglichkeiten nutzen

Leider werden all diese Chancen aktuell kaum genutzt.
Aber es ist doch genau die Aufgabe von Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Technologien zum Wohle der Menschen und ihrer Umwelt eingesetzt werden.

Eine pauschale Ablehnung nimmt die Möglichkeit zu gestalten, denn sie macht uns zu Beobachter*innen der Konzerne und der Entwicklungen in anderen Kontinenten. Es könnte eine selbsterfüllende Prophezeiung werden: Wenn niemand die Gentechnik für ökologische und soziale Anliegen nutzt, wird es am Ende nur Anwendungen geben mit denen wir als Gesellschaft nicht einverstanden sind und die kritischen Stimmen werden Recht behalten. Doch besser wird dadurch nichts.

Das gilt auch auf politischer Ebene: Weil alle politischen Kräfte, die an ökologischem Fortschritt und sozialer Gerechtigkeit interessiert sind, Gentechnik komplett ablehnen, hat bis jetzt niemand eine ökologische und soziale Vision für die Nutzung von Gentechnik entwickelt. Es liegt bei den meisten Akteur*innen jenseits der Vorstellungskraft.
Das müssen wir dringend ändern!

Wir wollen nicht länger zusehen müssen, wie große Konzerne die faktenbasierte Deutungshoheit für sich beanspruchen und auch die Wissenschaft sich wohl oder übel an ihre Seite stellt.

Das Gute ist:
Im Gegensatz zu den Naturgesetzen lässt sich das Patentrecht ändern. Die wirtschaftliche Situation ist nicht allein das Ergebnis von der Art der Pflanzenzüchtung, sondern kann konkret von der Politik gestaltet werden.

Keine Patente auf Lebewesen

Wir könnten uns z. B. gegen die Patentierung jeglicher Pflanzenarten und deren Samen einsetzen. Klar sind alle großen Parteien auf dem Papier schon jetzt gegen Patente auf Tiere und Pflanzen. Aber entweder wurden Schlupflöcher im Patentrecht geduldet, oder gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) gleich komplett abgelehnt, sodass eine Veränderung des Patentrechtes nicht angestrebt wurde. Gentechnische Methoden einzusetzen ist mittlerweile an sich einfach und kostengünstig. Der normale Sortenschutz würde hier wie bei klassischen Züchtungen völlig ausreichen. Das würde auch das übersteigerte Interesse großer Konzerne an GVOs beenden, die sich aktuell aus diesem Grund von patentiertem Saatgut hohe Profite erhoffen.

Noch verheerender als juristische Beschränkungen durch Patente sind allerdings technische Beschränkungen durch hybrides Saatgut (mit geheim gehaltenen Elternpflanzen). Steriles Saatgut kann sogar gar nicht mehr vermehrt werden. Dadurch kann sich das (unbedenkliche) Saatgut zwar auch nicht in andere Kulturen einkreuzen, aber wir dürfen nicht in die Falle tappen, diese extremen Formen der Kommerzialisierung von Leben aus angeblichen Umweltschutzgründen zuzulassen.

Produktorientierte Zulassung

Auch wenn die Technik selbst verhältnismäßig kostengünstig ist, sind die aktuellen Regulierungen für alles, was unter den Oberbegriff „Gentechnik“ fällt, so aufwendig und teuer, dass sich nur riesige Konzerne ein Zulassungsverfahren leisten können. So fördern sie Monopolbildung und schließen kleine und mittlere Unternehmen sowie öffentlich Institute von den Früchten der eigenen Forschung aus. Erst durch diese Zulassungshürden konzentriert sich die Entwicklung im Bereich landwirtschaftlicher Gentechnik auf Bereiche, die hohe Gewinne versprechen, von denen aber nicht notwendigerweise Mensch und Umwelt profitieren können.
Zudem sind sie aus naturwissenschaftlicher Sicht völlig unfair. Die gleiche Pflanze könnte, wenn sie auf andere Weise erzeugt worden wäre (beispielsweise durch radioaktive Strahlung) ohne Sicherheitsprüfung sogar für den ökologischen Landbau zugelassen werden.

Hier könnte eine wissenschaftlich fundierte Regulierung angestrebt werden, die sich an der Pflanze orientiert und nicht an der Methode, wie sie gezüchtet wurde. (Insbesondere sollten Pflanzen mit und ohne artfremde Gene unterschieden werden.) Dann wäre auch der Markt für gentechnisch verändertes Saatgut deutlich fairer und inklusiver.

Produkte, die sich tatsächlich von dem unterscheiden, was durch klassische Züchtung möglich wäre, könnten konsequent gekennzeichnet werden, nicht als Gütesiegel sondern als sachliche Information um die Wahlfreiheit zu gewährleisten.

Und Institutionen, die diese Technik nutzen wollen, müssten natürlich zugelassen und kontrolliert werden. Unbefugtes „Genome-Editing im Keller“ wäre genau wie heute verboten.

Open-Source-Gentechnik

Firefox: ein Open Source Webbrowser

Um wirklich die besagten Vorteile von Gentechnik für eine nachhaltige Landwirtschaft nutzen zu können, lohnt es sich vielleicht auch mal neue Wege zu gehen.
Eine immer größere Rolle in klassischen, wie auch alternativen Wirtschaftsmodellen, spielt das Teilen von Gemeingütern.13 Weil sich wenig so leicht miteinander teilen lässt wie Erbgut, dass beliebig vermehrt werden kann, spielt auch Saatgut dabei eine immer größere Rolle.14 Bei diesem sogenannten Open-Source-Saatgut wird bis jetzt leider oft gentechnisch verändertes Saatgut von vornherein ausgeschlossen15.

eine Initiative für Open Source Saatgut

Das müsste ja nicht so sein. An Unis, Hochschulen, öffentlichen Forschungsinstituten oder in öffentlich-privaten Partnerschaften könnten auch mithilfe neuer Methoden verstärkt Sorten entwickelt werden, die streng an den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt ausgerichtet sind. Der Fokus sollte auf sortenfestem Saatgut liegen, sodass es jederzeit vermehrt werden kann. Momentan haben die Ergebnisse dieser Forschungen aufgrund der Zulassungshürden keine Chance, je den Acker zu erreichen und landen in der Schublade. Stattdessen könnten sie unter eine Open-Source-Lizenz gestellt und so weltweit der Allgemeinheit frei zugänglich gemacht werden.

Sollte sich doch eine wichtige Sorte in den Händen eines privaten Konzern befinden, könnte der Food and Agriculture Organisation (FAO) der UN ein Vorkaufsrecht eingeräumt werden, die dann die Erbinformationen „befreit“.

Positive Beispiele zeigen, wie die Menschen gerade im globalen Süden konkret durch solche und ähnliche Regelungen profitiert haben.16

Vielfältiges, leistungsfähiges, lokal angepasstes Saatgut für eine nachhaltige Landwirtschaft zur freien Verfügung aller Menschen. Das scheint uns ein lohnenderes politisches Ziel zu sein als schrankenlose Kommerzialisierung von Leben auf der einen oder die plumpe Ablehnung neuer Technik auf der anderen Seite.

Bildrechte:
Fridays for Future: Juliana Thiemer / FFF Magdeburg
Gensymbol: © Emily Akins (Noun Project)
Firefox Logo: Mozilla Co.
OpenSourceSeeds: AGRECOL e.V.

Johannes Kopton

Johannes ist Mitgründer von progressiveAgrarwende, studiert Kybernetik, ist Mitglied in der Grünen Jugend und bei Bündnis90/DieGrünen Sachsen-Anhalt. Bei Plantix arbeitet er daran, die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten zu modellieren. Außerdem forscht er am Max-Planck-Institut Magdeburg an Prozessen, die Erdöl und Feldfrüchte durch Algen ersetzen sollen.
Johannes Kopton

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Mona Noé

studiert Politik, Verwaltung und Philosophie in Potsdam, Mitglied des Landesvorstands der Grünen Jugend Berlin und Mitglied bei Bündnis 90 / Die Grünen, Delegierte für die BAG Ökologie der Grünen
Mona Noé

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Einzelnachweise

  1. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.3109/07388551.2013.823595?journalCode=ibty20 (englisch)
  2. https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpls.2019.00236/full (englisch)
    http://gmo-crl.jrc.ec.europa.eu/doc/JRC116289-GE-report-ENGL.pdf (englisch)
  3. https://link.springer.com/article/10.1023%2FB%3AEUPH.0000014914.85465.4f (englisch)
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Biogef%C3%A4hrdung
  5. Europäisches Patentübereinkommen Regel 28 (2) https://www.epo.org/law-practice/legal-texts/html/epc/2016/d/r28.html
  6. https://en.wikipedia.org/wiki/Roundup_Ready (englisch)
  7. https://www.arcticapples.com/ (englisch)
  8. https://advances.sciencemag.org/content/2/8/e1600850 (englisch)
  9. viele Beispiele etwa für Afrika: https://allianceforscience.cornell.edu/blog (englisch)
  10. z. B. https://naturwissenschaften.ch/topics/green_genetic_engineering/agriculture/international/hawaii
    https://horticulture.triforce.cals.wisc.edu/wp-content/uploads/sites/20/2013/09/Wang-et-al.-20147.pdf (englisch)
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1111/mpp.12340 (englisch)
  11. z. B. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0958166913007192 (englisch)
  12. https://www.transgen.de/lexikon/1804.goldener-reis-golden-rice.html
  13. https://www.bundestag.de/resource/blob/377486/21fc4300787540e3881dbc65797b2cde/sharing-economy-data.pdf
    https://www.boell.de/de/commons
  14. https://www.opensourceseeds.org/
    https://www.boell.de/de/fragen-und-antworten-zu-open-source-saatgut
  15. obwohl das im Allgemeinen genauso von Landwirt*innen vermehrt werden kann
  16. z. B. https://www.transgen.de/aktuell/2712.bt-auberginen-bangladesch.html https://allianceforscience.cornell.edu/blog/2019/05/royalty-free-genes-reduce-gmo-seed-costs-africa/ (englisch)

4 Kommentare

  1. Grundsätzlich stimme ich euch in den meisten Punkten zu, habe auch auf meinem Blog teilweise ähnlich argumentiert (z. B. hier). Was mir dennoch sorgen bereitet, sind die Rufe nach produktbasierter Regulierung – die ich an sich sehr gut nachvollziehen kann, die ich aber im Hinblick auf das teilweise implizit dahinter liegende Demokratieverständnis problematisch finde (siehe dazu Blog). Man muss einen Umgang damit finden, dass viele Menschen – und mag es noch so irrational sein (ist es aber nicht immer; es werden einfach Maßstäbe verwendet, die übers rein “wissenschaftlich” und “evidenzbasierte Argumente” hinausgeht; siehe Buchkapitel) – mit Gentechnik ein Problem haben und keine gentechnisch hergestellten (auch genom-editierten) Lebensmittel “untergejubelt” bekommen möchten (siehe Paper).

    1. Ich verstehe nicht ganz, warum unser Demokratieverständnis hier problematisch sein sollte. Wir fordern ja nicht von irgendeiner Regierung, diese Reform der Regulierung über die Köpfe der Bevölkerung hinweg umzusetzen. Im Gegenteil, wir werben vielmehr für gesellschaftliche Akzeptanz dieser neuen Art der Kennzeichnungspflicht.

      1. Eine ziemlich verspätete Antwort (sorry): ich habe mich missverständlich ausgedrückt; ich habe nicht euch ein problematisches Demokratieverständnis vorgeworfen, sondern darauf hingewiesen, dass es in manch technokratischen Forderungen nach “Evidenz-basierter” produktbasierter Regulierung implizit ist. Details im verlinkten Blogbeitrag.

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